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Bericht: Darum scheiterte die Zusammenarbeit von Blizzard und NetEase

World of Warcraft in China: Bericht enthüllt neue Details im Blizzard-NetEase-Streit

Vor einiger Zeit berichtete ich auf YouTube darüber, dass World of Warcraft in China nicht mehr verfügbar ist. Neben anderen Blizzard-Spielen mussten die WoW-Server abgeschaltet werden, da Blizzard den Vertrag mit Fernost-Partner NetEase nicht verlängerte. Nett gesagt. Zwischen beiden Parteien entwickelte sich nämlich eine bittere Schlammschlacht, mehr Informationen zu dem Streit seht ihr im untenstehenden Video.

Jetzt gibt es neue Infos, die die Hintergründe zum Streit näher beleuchten sollen. Das geht aus einem Bericht der New York Times hervor.

IN KÜRZE: Was wir bisher wissen

  • Westliche Firmen brauchen in China einen lokalen Publisher, um Videospiele vertreiben zu dürfen. Für Blizzard fungierte die Firma NetEase als ebenjener Partner.
  • Die Partnerschaft zwischen beiden Parteien endete Ende 2022/Anfang 2023 abrupt, beide Parteien schoben sich den schwarzen Peter dafür zu.

Blizzard und NetEase: Blizzard fühlte sich bedroht

Aus dem neuesten Report der New York Times geht hervor, dass die Trennung beider Parteien wohl auf einen Zoom-Call aus dem Oktober 2021 zurückzuführen sein soll. Bereits im Vorfeld war NetEase dem Vernehmen nach zunehmend unzufrieden: der Publisher soll aufgrund der hohen Geldforderungen von Activision Blizzard immer verärgerter auf dessen Chef Bobby Kotick gewesen sein.

Bei dem Gespräch wollte NetEase dem Bericht zufolge mehr interne Daten von Activision erhalten, um chinesische Regulatoren zu beschwichtigen sowie mehr Einfluss auf die Entwicklung der Spiele nehmen. Aufgrund dieser Tatsachen wurde der Zoom-Call von beiden Seiten negativ aufgefasst worden sein. Blizzard habe das Verhalten von NetEase als Drohung interpretiert, während das chinesische Unternehmen sein Verhalten als “entgegenkommend” gesehen haben soll.

Die endgültige Eskalation folgte dann bei einem weiteren Call im Oktober 2022. Activision Blizzard benötigte für den Microsoft-Deal das Okay der Regulierungsbehörden weltweit, Kotick verstand das Gespräch aber so, als wolle NetEase und die chinesische Regierung den Deal blockieren wollen. NetEase selbst bestreitet diese Behauptung, das “Gefühl der Erpressung” soll aber letzten Endes für das Scheitern der Zusammenarbeit gesorgt haben.

Kevin Hildebrand

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